Der Weg zu inklusiven Investitionen

Unsere bahnbrechende globale Studie zeigt, warum Investitionen von Frauen wichtig sind.

Der Weg zu inklusiven Investitionen

Warum Investitionen von Frauen wichtig sind

Wir haben uns als Ziel gesetzt, einige der wesentlichen Treiber des Gender Investment Gap zu erforschen, aus der Perspektive derer die aktuell investieren, die nicht investieren und der Investmentbranche selbst.

Vermögenswerte von nahezu 60 Billionen USD verwalten2
Wir haben die Ansichten von 8.000 Frauen und Männer
und 100 Asset Managern aus aller Welt
across 16 markets
managing $60 trillion in assets
Wir interviewten 8,000Frauen und Männer
aus 16 Märkten
und100 Vermögensverwalter aus aller Welt
die Vermögenswerte im Wert von 60 Billionen USDverwalten
This report explores the gender-investment gap and the benefits of more women investing. Despite this issue being in the spotlight for decades, women are still less likely to invest, compounding their other financial disadvantages and limiting women’s collective influence on corporate behavior and the world.

Dieser Bericht untersucht inklusive Investitionen und die Vorteile von mehr Investionen von Frauen. Obwohl dieses Thema seit Jahrzehnten diskutiert wird, investieren Frauen immer noch seltener, was ihre finanziellen Nachteile weiter verstärkt und den kollektiven Einfluss von Frauen auf das Verhalten von Unternehmen und die Welt reduziert.

Würden Frauen in gleichem Maße wie Männer investieren, gäbe es mindestens zusätzliche:

0 Billionen USD
0 Billionen USD

die heute für Investitionen zur Verfügung stehen

an verwantwortungsbewussten Investitionen

Investitionswissen animation

Unsere Studie ergab, dass, wenn Frauen in gleichem Maße investieren wie Männer würden, zusätzliche 3,22 Billionen Dollar an verwalteten Vermögenswerten von Privatpersonen angelegt würden. Möglicherweise noch wichtiger ist, dass unsere Studie auch ergibt, dass Frauen mit größerer Wahrscheinlichkeit Investitionen tätigen, die eine positive soziale oder ökologische Wirkung haben. Das bedeutet, dass zusätzliche 1,87 Billionen Dollar zusätzlichen Kapitals in verantwortungsbewussten Investitionen fliessen, wenn Frauen im gleichen Rahmen wie Männer investieren.

Der Wert von Investments kann sinken. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass Anleger den investierten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten.

Drei wesentliche Herausforderungen, weswegen Frauen weniger oft investieren:

1.
Mangelndes Selbstvertrauen


Weltweit haben nur 28 % der Frauen das Gefühl, selbstbewusst einen Teil ihres Geldes anzulegen zu können.

2.
Einkommens-hürde

Im Durchschnitt glauben Frauen, dass sie 4.092 Dollar an verfügbarem Einkommen pro Monat benötigen, bevor sie mit Investitionen beginnen können – 50.000 Dollar per annum bevor man einen Teil des Geldes investieren kann.

3.
Mythos von risikoreichen Investitionen

Brief-5
Fast die Hälfte aller Frauen (45%) sagen, dass Investitionen auf dem Aktienmarkt direct oder in einem Investmentfonds zu riskant für sie sei. Nur 9% der Frauen sagen, dass sie eine hohe Toleranz für  hohe bzw. sehr hohe Risiken haben – 49% haben eine moderate Risikotoleranz, 42% haben eine niedrige Risikotoleranz haben.

Frauen stufen Investitionen als weniger sicher ein als Sparkonten, Immobilien oder Renten. In unserem Bericht untersuchen wir die Gründe warum nicht mehr Frauen investieren und wie die Investmentbranche sich entwickeln kann, um mehr inklusive Investitionen zu unterstützen.

Wir möchten das Potenzial von Investitionen – besonders das Potenzial weiblicher Investitionen – nutzen, um zu zeigen, dass Inklusion und Vielfalt wichtig sind und die Zeit des Handelns gekommen ist.

Hanneke Smits CEO
BNY Mellon Investment Management

Um zu verstehen, warum Frauen nicht in gleichem Maße investieren wie Männer, und um herauszufinden, was wir in unserer Branche tun können, um die Teilhabe von Frauen zu erhöhen, haben wir 8.000 Männer und Frauen weltweit befragt.

Unsere Studie hat gezeigt, dass die Investmentbranche drei Haupthindernisse für Investitionen angehen muss, um mehr Frauen zu Investitionen zu ermutigen.

28 %
10 %

Die Investmentbranche schafft es nicht, Frauen in gleichem Maße zu erreichen, anzusprechen und teilhaben zu lassen wie Männer. Weltweit hat nur eine von zehn Frauen das Gefühl, dass sie das Thema Geldanlage umfassend versteht, und weniger als ein Drittel der Frauen (28%) traut sich zu, einen Teil ihres Geldes anzulegen.

Angesichts der Tatsache, dass sich nur wenige Frauen beim Anlegen ihres Geldes kompetent genug fühlen, liegt die dringende Notwendigkeit einer besseren Kommunikation und einer stärkeren Ansprache auf der Hand. Was die wichtigsten Aspekte der finanziellen Entscheidungsfindung angeht, sind Investments der Bereich, in dem die wenigsten Frauen Selbstbewusstsein zeigen, verglichen mit Entscheidungen über Ersparnisse, Immobilien und Renten. 

Das Vertrauen von Frauen in Investitionen

Karte
Analyse
24% Kanada
41% USA
46% Brasilien
25% Skandinavien
25% Deutschland
27% GB
47% Indien
32% China
26% Hong Kong
15% Japan
27% Australien
22% Singapore
20% Frankreich
23% Spanien
18% Schweiz
18% Italien
Wischen, um mehr zu erfahren

Um diese Krise zu lösen, müssen wir Gespräche mit Frauen führen und nicht darauf warten, dass sie auf uns kommen. Wir müssen uns engagieren und relevant und zugänglich sein.

Holly Mackay
Britische Expertin für Finanzen, Gründerin und Geschäftsführerin von Boring Money

Das Selbstvertrauen der Frauen in jungen, aufstrebenden Märkten nimmt stark zu

Die mangelnde Bereitschaft, sich in diesem Bereich zu engagieren, ist weltweit jedoch nicht einheitlich, sondern variiert erheblich von Land zu Land: Nur 15% der Frauen in Japan beispielsweise trauen sich zu, einen Teil ihres Geldes anzulegen, während es in Indien (47%) und Brasilien (46%) dreimal so viele sind.

Diese unterschiedlichen Niveaus in Bezug auf diesen Aspekt könnten zum Teil auf die demografischen Gegebenheiten dieser Märkte zurückzuführen sein. Indien und Brasilien haben eine relativ junge Bevölkerung, und unsere Daten deuten darauf hin, dass sich jüngere Frauen stärker für Investitionen interessieren: 60% der Frauen zwischen 18 und 30 Jahren sind beispielsweise offen für Investitionen oder haben in der Vergangenheit investiert, verglichen mit 45% der Frauen über 50.

Darüber hinaus können auch unterschiedliche Diskussions- und Bildungsniveaus eine Rolle spielen. In Indien – wo das Selbstvertrauen in Bezug auf Investments am höchsten ist – zeigen unsere Daten, dass mehr Gespräche über Investitionen stattfinden. Die Hälfte der indischen Frauen in der Studie gibt beispielsweise an, von ihren Eltern über Investitionen aufgeklärt worden zu sein, verglichen mit einem Durchschnitt von nur 32% der Frauen in allen Märkten und nur 12% in Japan, wo das Selbstvertrauen in Bezug auf Investments am geringsten ist.

In einigen Ländern sind Investitionen in der Kultur verankert und werden im Freundes- und Familienkreis offen diskutiert, was die Investitionsmentalität und das Vertrauen beeinflusst. In Ländern wie Indien investieren Frauen vergleichsweise mehr, da Investitionen zur Absicherung der Zukunft der Familie genutzt werden.

Farmida Bi
Europäische Leiterin Islamic Finance und EMEA-Vorsitzende bei Norton Rose Fulbright

Im Durchschnitt und weltweit glauben Frauen, dass sie 4.092 USD an verfügbarem Einkommen pro Monat – fast 50.000 USDpro Jahr – benötigen, bevor sie in Erwägung ziehen könnten, etwas davon zu investieren. In den USA zum Beispiel glauben Frauen durchschnittlich, dass sie ein monatliches verfügbares Einkommen von mehr als 6.000 USD – etwas mehr als 72.000 USD pro Jahr – benötigen, bevor sie beginnen können, Geld anzulegen.

Dies ist eindeutig unrealistisch, insbesondere angesichts der Tatsache, dass mehr als ein Viertel der Frauen (27%) ihre finanzielle Situation als schlecht oder sehr schlecht bezeichnet. Für die Investmentbranche sollte es ein zentrales Anliegen sein, diesen Irrglauben zu überwinden und zu erklären, dass man nur einen kleinen Geldbetrag braucht, um mit dem Investieren zu beginnen.

Im Großbritannien liegt die jährliche steuerfreie Beitragsbemessungsgrenze für private Sparkonten (Individual Savings Accounts, ISAs) – welche in Aktien und Wertpapiere investiert werden kann – bei 20.000 £ 1 (27.550 $)2. Doch anstatt dies als Obergrenze zu verstehen, scheinen viele Menschen den Eindruck zu haben, dass es sich um einen Mindest- oder Zielbetrag handelt.

Gemma Godfrey
Geschäftsführende Direktorin
und Unternehmerin

Der durchschnittliche Betrag des monatlichen verfügbaren Einkommens, von dem Frauen glauben, dass sie ihn brauchen, um an Investments denken zu können

Monatlich
Jährlich

Überwinden der Einkommenshürde

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass man viel Geld übrig haben muss, um mit dem Investieren anfangen zu können, kann sich sogar eine kleine Investitionsgewohnheit, jeden Monat ein paar Euro beiseite zu legen, im Laufe der Zeit wirklich auszahlen. Wenn Sie beispielsweise vor 10 Jahren damit begonnen haben, monatlich 30 Dollar in den S&P 500 Index zu investieren, könnte Ihr Portfolio heute über 8.000 USD wert sein, wovon weniger als die Hälfte aus Geld besteht, das Sie selbst investiert haben.7

9 %
Investitionen bieten zwar Renditechancen – und sie könnten das Kapital vor den erodierenden Auswirkungen der Inflation schützen – , aber es besteht auch ein Risiko für das Kapital. Fehleinschätzungen über die Höhe dieses Risikos halten Frauen jedoch vom Investieren ab. Die Branche muss daran arbeiten, die Risiken und Vorteile von Investitionen besser zu vermitteln – und im Zusammenhang mit den verpassten potenziellen Chancen, die sich aus dem Verzicht auf Investitionen ergeben, die Frauen in einen Investitionsdialog einbinden, der einerseits nach Treu und Glauben geführt wird und andererseits auch fundiert ist. So geben beispielsweise 45% der Frauen an, dass ihnen eine Geldanlage an der Börse, direkt oder über einen Fonds, zu riskant erscheine. Nur 9% der Frauen geben an, dass sie eine hohe oder sehr hohe Risikotoleranz haben, wenn es um Investitionen geht; 49% haben eine mäßige Risikotoleranz und 42% eine geringe Risikotoleranz.

Investitionen weisen natürlich Risiken auf – die Vorstellung, dass Investitionen immer mit einem hohen Risiko verbunden sind, ist aber nicht richtig. Es ist nicht einmal völlig risikofrei, Geld auf einem Sparkonto zu lassen. Bei einem niedrigen Zinssatz verliert das Geld auf einem Sparkonto langfristig an Kaufkraft*, da es der Inflation hinterherhinkt.

Iona Bain
Britische Expertin für Finanzen, Journalistin, Podcasterin und Autorin
Die Kaufkraft ist die Menge an Waren oder Dienstleistungen, die man mit einem Euro oder einer anderen Währungseinheit kaufen kann. Inflation bedeutet, dass sich die Kaufkraft verringert, so dass man mit demselben Geldbetrag weniger Produkte kaufen kann. Für 5 USD konnte man zum Beispiel vor 20 Jahren noch 10 Tassen Kaffee kaufen, heute sind es vielleicht nur noch zwei.

Was könnte mehr Frauen davon überzeugen zu investieren? Unsere Studie zeigt, dass Frauen auf der ganzen Welt durch die Auswirkungen motiviert sind, die ihre Investitionen haben könnten. Mehr als die Hälfte der Frauen (55%) würde zum Beispiel investieren (oder mehr investieren), wenn die Auswirkungen ihrer Investition mit ihren persönlichen Werten übereinstimmen würden, und 53% würden investieren (oder mehr investieren), wenn der Investmentfonds ein klares Ziel oder einen guten Zweck verfolgen würde. Zwei Drittel der Frauen, die derzeit investieren (66%), versuchen, in Unternehmen zu investieren, die sie wertschätzen und die ihre persönlichen Werte mittragen.

Dieses Bestreben, Investitionen mit Werten in Einklang zu bringen, scheint bei Menschen mit Kindern stärker ausgeprägt zu sein: Drei Viertel der Eltern – sowohl Frauen als auch Männer – , die derzeit investieren, geben an, dass sie es vorziehen, in Unternehmen zu investieren, die ihre persönlichen Werte unterstützen, verglichen mit 59% der Erwachsenen, die keine Kinder haben.

Natürlich möchten Frauen mit ihren Investitionen eine Rendite erzielen – sie möchten mit ihrem Geld aber auch Einfluss nehmen. Investitionen in die Zukunft – für die eigene finanzielle Sicherheit oder die Zukunft des Planeten – stärken die Rolle der Frau.

Holly Mackay
Britische Expertin für Finanzen, Gründerin und Geschäftsführerin von Boring Money
66 %

Über die Rendite hinausgehen

Verantwortungsvolles Investieren (Responsible Investment – RI) bedeutet, in eine bessere Zukunft zu investieren: in eine nachhaltigere, vielfältigere und gerechtere Zukunft. RI deckt ein Spektrum von Anlagestilen ab, einschließlich der Durchführung eines Screenings mit Ausschlusskriterien, Berücksichtigung von ESG, nachhaltiges Investieren und Impact Investment.  Berücksichtigung von ESG ist die systematische und explizite Einbeziehung von ESG-Faktoren in Finanzanalysen und Anlageentscheidungen, um Risiken besser zu steuern und die Rendite zu verbessern. Nachhaltige Investitionen gehen einen Schritt weiter als ESG-Investitionen. Dabei handelt es sich um Investments mit dem doppelten Ziel, eine positive, messbare und beabsichtigte Wirkung im sozialen Bereich oder auf die Umwelt und eine finanzielle Rendite zu erzielen.

Das Interesse an nachhaltigen Investitionen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nach Angaben des Global Impact Investing Network (GIIN) ist dieser besondere Markt inzwischen mehr als 700 Milliarden USD wert.

Das Interesse an nachhaltigen Investitionen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nach Angaben des Global Impact Investing Network (GIIN) ist dieser besondere Markt inzwischen mehr als 700 Milliarden USD wert.

Die Karte der Impact Investments

Die Länder mit dem höchsten Anteil an Frauen, die mit ihren Investments eine positive Wirkung erzielen wollen

Auswirkungen auf das Klima
Soziale Auswirkungen
45% Kanada
49% USA
32% Brasilien
36% Skandinavien
31% Deutschland
45% GB
59% Indien
40% China
39% Hong Kong
28% Japan
44% Australien
34% Singapur
36% Frankreich
32% Spanien
41% Schweiz
31% Italien
Wischen, um mehr zu erfahren
46% Kanada
50% USA
32% Brasilien
36% Skandinavien
32% Deutschland
43% GB
66% Indien
35% China
38% Hong Kong
34% Japan
51% Australien
33% Singapur
32% Frankreich
28% Spanien
33% Schweiz
26% Italien
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Jüngere Frauen möchten Zweck und Gewinn verbinden

Wenn es darum geht, Zweck und Gewinn zu verbinden, sind jüngere Frauen die Vorreiterinnen. Von den Frauen, die derzeit investieren, bevorzugen 71% der Frauen unter 30 Jahren und 70% der Frauen zwischen 30 und 50 Jahren Investitionen in Unternehmen, die ihre persönlichen Werte unterstützen, verglichen mit 53% der Frauen über 50. Fast sieben von zehn Frauen unter 30 Jahren, die derzeit investieren (69%), und 61% der Frauen zwischen 30 und 50 geben an, dass sie bei der Auswahl ihrer Anlagen auf deren Auswirkungen auf soziale oder ökologische Belange achten, während es bei den Frauen über 50 nur 35% sind.

Junge Frauen betrachten ihr Geld als Mittel, um Gutes zu tun. Es gibt Anzeichen dafür, dass junge Anlegerinnen sich immer besser am Aktienmarkt zurechtfinden, sich mit dem Fachjargon vertraut machen und verstehen, wie ihr Geld wachsen und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Welt um sie herum haben kann.

Iona Bain
Britische Expertin für Finanzen, Journalistin, Podcasterin und Autorin
Das Profil der Investoren ändert sich, und damit verschieben sich auch die Schwerpunkte und Werte. Unsere Daten zeigen, dass ältere Männer – traditionell die „typischen“ Anleger, auf die die Investmentbranche abzielt, weniger darauf bedacht sind, mit ihren Investitionen eine positive Wirkung zu erzielen und ihre Investitionen mit ihren Werten in Einklang zu bringen. Während 69% der jungen Frauen (im Alter zwischen 18 bis 30 Jahren), die bereits investieren, ihre Anlagen auf der Grundlage ihrer Auswirkungen auswählen, trifft dies nur auf ein Drittel (33%) der älteren Männer (über 50 Jahre) zu. Und mehr als sieben von zehn Frauen unter 30 Jahren (71%) ziehen es vor, in Unternehmen zu investieren, die für ihre persönlichen Werte einstehen, verglichen mit 54% der Männer über 50.

Investitionswerte: Jüngere Frauen vs. ältere Männer

Es ist mir wichtig, Investitionen zu wählen, die:
40%
34%
43%
30%
39%
29%
41%
30%
39%
25%
36%
27%
35%
25%
37%
25%
31%
22%
Ältere Männer (über 50)
Jüngere Frauen (18-30)

Um Frauen den Zugang zu Investitionen zu erleichtern, geht es nicht nur darum, ihnen die richtige Technologie zur Verfügung zu stellen, sondern auch darum, alle mit dem Wissen und den Fähigkeiten auszustatten und die Motivation zu fördern, sich mit Investitionen zu beschäftigen. Dies macht einen bedeutenden kulturellen Wandel innerhalb der Branche erforderlich und zwar nicht nur in der Art und Weise, wie Produkte entwickelt und vermarktet werden, sondern auch in der Vielfalt der Investmentbranche selbst.

Wir haben Vermögensverwalter, die ein Vermögen von fast 60 Billionen US-Dollar verwalten, nach ihren Erkenntnissen über die wichtigsten Herausforderungen für geschlechtsspezifische Investitionen und nach ihren Gedanken darüber gefragt, wie sich die Branche verändern kann, um mehr Frauen zu Investitionen zu bewegen. Ihre Antworten geben Aufschluss darüber, inwieweit die Investmentbranche derzeit auf männliche Kunden ausgerichtet ist, und helfen dabei, Wege zu finden, wie Finanzprodukte und die Kommunikation umgestaltet werden könnten, um Frauen stärker anzusprechen und für Investments zu gewinnen.

Wenn Frauen das Gefühl haben, nicht Teil des Systems sein zu können, ist das sowohl ein Problem für das System als auch für die Frauen selbst.

Iona Bain
Britische Expertin für Finanzen, Journalistin, Podcasterin und Autorin

Eine Industrie, die nur Männer im Blick hat

Der Zugang von Frauen zu Investitionen wird häufig dadurch erschwert, dass sich die Branche auf ein männliches Publikum konzentriert. Dies ist ein zunehmend überholter Ansatz, denn die finanzielle Macht der Frauen wächst durch ihre wirtschaftliche Beteiligung und die Kontrolle über ihr eigenes Vermögen. Derzeit gesteht fast jeder neunte Vermögensverwalter (86%) ein, dass ihr Standardkunde ein Mann ist und fast drei Viertel der Vermögensverwalter (73%) geben an, dass die Anlageprodukte ihres Unternehmens in erster Linie auf Männer ausgerichtet sind, was darauf hindeutet, dass diese sich auf die Vorteile und Merkmale konzentrieren, die Männer im Allgemeinen mehr ansprechen als Frauen.

Infolgedessen werden potenzielle weibliche Anleger mit Sprache, Bildern und Botschaften angesprochen, die hauptsächlich auf einen männlichen Kunden ausgerichtet sind. Dabei werden oft mit Risiken verbundene Metaphern verwendet, wie sie im Extremsport üblich sind, und das Konzept der Hochleistung und des Erfolgs werden zum Sinnbild für den Anlageerfolg.

86 %

Die Prinzipien der Leistung und des Vermögensaufbaus sind in einer Weise miteinander verschmolzen, die nicht unbedingt gesund ist. Beim Investieren geht es heute immer mehr um Leistung, Gamification oder Erfolg und weniger um den langfristigen Vermögensaufbau.

Stefanie O’Connell
Amerikanische Millennial-Geldexpertin und Autorin
Es besteht auch die Tendenz, Finanzjargon und eine zu komplizierte Fachsprache zu verwenden, um das Gefühl zu vermitteln, dass der Anleger einem exklusiven Club angehört. Diese Art von Marketing wirkt auf Frauen jedoch abschreckend: Fast ein Drittel (31%) der Verbraucherinnen gab an, dass eine zu komplizierte Sprache [die unklar oder verwirrend sein kann] sie davon abhält, zu investieren oder mehr zu investieren, als sie es derzeit tun.

Die Sprache ist relativ technisch und fachspezifisch. Es geht um das Risikokonzept, da schon das Wort „Risiko“ falsch ist – es ist kein „Risiko“, sondern „Unsicherheit“. Risiko bedeutet, etwas Dummes zu tun. Das schreckt Frauen unabhängig vom Alter ab.

Holly Mackay
Britische Expertin für Finanzen, Gründerin und Geschäftsführerin von Boring Money

Die Antwort auf die Frage, wie man Frauen für Investments gewinnen kann, liegt nicht in überholten Gags und macht auch beispielsweise nicht die verstärkte Verwendung der Farbe Rosa erforderlich: Es geht vielmehr darum, eine Verbindung herzustellen, indem man versteht, was Frauen zu Investitionen motiviert und wie sie gerne angesprochen werden.

Wenn es der Branche gelingt, die Sprache rund um das Thema Geldanlage zu überdenken, besteht eine große Chance, die Investitionsbereitschaft von Frauen zu beeinflussen: 37% der Frauen gaben an, dass es sie für sie leichter wäre, zu investieren oder mehr zu investieren, wenn die Sprache rund um das Thema Geldanlage einfacher zu verstehen wäre als bisher. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass die Sprache, mit der Finanzprodukte beschrieben werden, nicht nur einfacher sein und Fachjargon vermeiden sollte, sondern auch klarer auf die langfristigen Ziele und Werte von Frauen ausgerichtet sein sollte.

Da die Verbesserung der Gesundheitsversorgung dazu geführt hat, dass die Frauen von heute sich auch finanziell auf eine mögliche Lebenserwartung von 100 Jahren einstellen müssen, werden Frauen motiviert, zu investieren, indem sie an ihren langfristigen finanziellen Wohlstand, ihre Unabhängigkeit und die Auswirkungen denken, die ihre Investitionen haben können. Produkte, die auf diese Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten sind und in einer verständlichen Sprache klar kommuniziert werden, dürften die Investitionsbereitschaft von Frauen deutlich erhöhen.

37 %

Es besteht die Möglichkeit, Frauen auf eine Art und Weise anzusprechen, die ihnen nicht vorschreibt, was sie anders machen müssen. Ein Großteil der Botschaften an Frauen lautet: „Sie müssen dies tun“, aber das ist kein erfolgsversprechender Weg, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen - nicht zuletzt, weil es unzählige Gründe gibt, warum Frauen ihr Geld nicht anlegen, und bei diesem Ansatz werden all diese Gründe ignoriert.

Stefanie O’Connell
Amerikanische Millennial-Geldexpertin und Autorin
73 %

Aufbau einer inklusiven Investmentbranche

Ein wichtiger Schritt zur Förderung inklusiver Investitionen ist die Schaffung einer vielfältigeren und inklusiven Investmentbranche. Obwohl bereits einige Fortschritte erzielt wurden, ist die Vermögensverwaltung nach wie vor eine von Männern dominierte Branche, in der es deutlich weniger weibliche Fondsmanager und Investmentanalysten gibt. Die Hälfte der Vermögensverwalter, die an unserer Studie teilgenommen haben, gab an, dass höchstens 10% der Fondsmanager und Investmentanalysten in ihren Firmen Frauen sind. Dies könnte dazu beitragen, dass es der Branche schwer fällt, Kundinnen zu verstehen und anzusprechen, und dies wiederum beeinträchtigt das Vertrauen der Frauen, einer Branche ihr Geld anzuvertrauen, in der es offensichtlich an Frauen mangelt.

Die Vorteile, die sich aus der Gewinnung von mehr weiblichen Talenten in der Branche ergeben, reichen von einer größeren Produktinnovation bis hin zur Ermutigung von mehr Frauen zu Investitionen. Fast drei Viertel (73%) der Vermögensverwalter sind der Meinung, dass die Investmentbranche mehr Frauen für Investitionen gewinnen könnte, wenn es in der Branche selbst mehr weibliche Fondsmanager gäbe.

Die größte Auswirkung könnte dies auf jüngere Altersgruppen in der Anfangsphase ihrer Investitionserfahrung haben. Drei von zehn (29%) Frauen unter 30 Jahren, die bereits investieren, gaben an, dass eine weibliche Finanzberaterin sie dazu bewegen würde, mehr zu investieren, als sie derzeit tun, verglichen mit 16% der über 50-Jährigen, die bereits investieren, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass die über 50-Jährigen genug Zeit hatten, sich mit der männlich geprägten Natur der Branche abzufinden.

Darüber hinaus muss die Förderung einer vielfältigeren Talent-Pipeline

Ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen den Geschlechtern in der Branche würde ein breiteres Spektrum von Menschen dazu ermutigen, zu investieren und Innovation und Zugänglichkeit zu verbessern. Wir brauchen auch andere Frauen, die investieren oder im Investmentbereich arbeiten und über ihren Weg dahin und ihre Anfänge berichten. Es geht um soziale Vorbilder und Bewusstseinsbildung, um unkonventionelle Anlageprodukte und darum, die Zugangsbarrieren für alle zu senken.“

Cheryl Chong
Finanzexpertin für den asiatisch-pazifischen Raum, Mitbegründerin von The Social Co. und Beraterin für gemeinnützige Organisationen
73 %

Wenn Frauen Schlüsselpositionen in diesen Unternehmen innehaben, verändern sich die Kultur und die Sprache der Branche, welche viel stärker auf eine weibliche Demografie ausgerichtet werden. Das würde viele der Probleme lösen, die Frauen vom Investieren abhalten.

Stefanie O’Connell
Amerikanische Millennial-Geldexpertin und Autorin
Wir müssen die Chance ergreifen, mehr Frauen für eine Tätigkeit in der Branche zu gewinnen und die Frauen, die bereits in dieser Branche tätig sind, zu halten und zu fördern. Erfreulicherweise gibt es Anzeichen dafür, dass sich Frauen zunehmend für eine Karriere in der Investmentbranche interessieren: Obwohl 72% der Frauen über 50 sagen, dass sie eine Karriere in der Branche „nicht in Erwägung ziehen würden und auch noch nie in Erwägung gezogen haben“, trifft dies nur auf 47% der Frauen in der Mitte ihres beruflichen Werdegangs und 45% der jungen Frauen zu.
Wir müssen die Chance ergreifen, mehr Frauen für eine Tätigkeit in der Branche zu gewinnen und die Frauen, die bereits in dieser Branche tätig sind, zu halten und zu fördern. Erfreulicherweise gibt es Anzeichen dafür, dass sich Frauen zunehmend für eine Karriere in der Investmentbranche interessieren: Obwohl 72% der Frauen über 50 sagen, dass sie eine Karriere in der Branche „nicht in Erwägung ziehen würden und auch noch nie in Erwägung gezogen haben“, trifft dies nur auf 47% der Frauen in der Mitte ihres beruflichen Werdegangs und 45% der jungen Frauen zu.

Wenn Frauen Schlüsselpositionen in diesen Unternehmen innehaben, verändern sich die Kultur und die Sprache der Branche, welche viel stärker auf eine weibliche Demografie ausgerichtet werden. Das würde viele der Probleme lösen, die Frauen vom Investieren abhalten.“

Stefanie O’Connell
Amerikanische Millennial-Geldexpertin und Autorin

Was Frauen wollen: Investitionen in die Selbstständigkeit

Wie bereits in diesem Bericht erwähnt, legen Frauen Wert auf verantwortungsbewusstes Investieren und auf Anlagen, die mit ihren persönlichen Werten übereinstimmen. Sie werden auch durch eine Reihe anderer Faktoren zu Investitionen motiviert, wobei die finanzielle Unabhängigkeit an erster Stelle steht. Die Investmentbranche hat daher eine große Chance, Frauen anzusprechen, indem sie sich auf Botschaften mit Bezug zur finanziellen Unabhängigkeit konzentriert.
Fast zwei Drittel aller Frauen (63%) denken, es ist wichtig, dass mehr Frauen investieren, um für sich selbst im Ruhestand vorzusorgen, und sechs von zehn Frauen halten es für wichtig, dass mehr Frauen investieren, um sich selbst eine größere finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. In Indien (80%) und den USA (79%) sind es sogar acht von zehn Frauen. In der Vergangenheit hat die Branche den Frauen Vermögensprodukte zur finanziellen Absicherung ihrer Familien angeboten, aber Investitionen in ihre eigene Unabhängigkeit sind wichtiger als Investitionen in die Finanzierung ihrer Familienangehörigen. Die finanzielle Absicherung des Ruhestands und ihre finanzielle Unabhängigkeit werden als sogar noch wichtiger eingestuft als beispielsweise die finanzielle Hinterlassenschaft für die Familie (die von 57% der Frauen als wichtig genannt wird).

Es liegt an uns, der Investmentbranche, diesen Wandel anzuleiten, indem wir mehr Frauen ausbilden, inspirieren und in all unsere Aktivitäten einbeziehen. Das traditionelle Klischee des an Investitionen interessierten Menschen als dem wohlhabenden älteren Mann ist überholt und muss endgültig über Bord geworfen werden. Auch junge Frauen sind an Investments interessiert, aber sie müssen dazu in die Lage versetzt werden, selbst zu investieren. Das Image der Investments ändert sich und die Branche muss sich ebenfalls weiterentwickeln.

Frauen können zu Investitionen ermutigt werden, indem man ihnen die Welt der Investments näher bringt, indem man ihnen das Wissen und die Fähigkeiten vermittelt, die sie brauchen, und indem man die Kommunikation neu ausrichtet, um das Gespräch sowohl innerhalb als auch außerhalb der Branche zu suchen, und dabei ihre Beweggründe anspricht, seien sie finanzieller oder gesellschaftlicher Natur oder beides.

Verantwortungsbewusstes Investieren ermöglicht es Frauen, sich effektiv für Dinge einzusetzen, an die sie glauben, und mit ihrem Geld direkt zur Erreichung sozialer und ökologischer Ziele beizutragen. Ein stärkeres Augenmerk auf diese Art von Botschaften und auf die allgemeinen Vorteile von Investments sollte dazu beitragen, mehr Frauen anzuziehen.

Eine größere Vielfalt innerhalb der Branche dürfte auch zu einer stärkeren Beteiligung von Frauen und letztlich zu höheren Investitionen beitragen; um jedoch einen bedeutsamen Wandel in der Branche herbeizuführen, müssen sowohl Frauen als auch Männer  den Wandel mittragen.

Wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir das Ziel erreichen, Investments zum Nutzen aller inklusiver zu gestalten.

BNY Mellon Investment Management: Taten sagen mehr als Worte

Als Teil eines Unternehmens, dass in jedem Schritt des Investitionskreislauf eine Rolle spielen kann, glauben wir an unsere starke Position, um einen Unterschied zu machen. Wir können den Wandel frühzeitig unterstützen, indem wir durch unsere Partnerschaft mit der internationalen Gruppe „Inspiring Girls“ schon früh über das Thema „Geld“ sprechen. Wir können untersuchen, wie man die ca. 20.000 Frauen in unserem eigenen Unternehmen dazu motivieren kann, mitzumachen und mehr zu investieren. Wir werden unseren Ansatz, auf Frauen zuzugehen, prüfen und mit Intermediären und der erweiterten Branche sprechen, die die Art und Weise, um einen Unterschied zu machen und klare Ziele für den Fortschritt zu definieren.

Die Zeit zum Handeln ist gekommen. Die Investmentbranche muss inklusiver werden und einen besseren Weg finden, um mit Frauen in Kontakt zu treten, Investitionen zugänglicher zu machen und das Gefälle zwischen den Geschlechtern zu verringern. Mehr Frauen, die investieren, sind für alle von Vorteil: für die Gesellschaft, die Investmentbranche und den Planeten. #AllStreet

Bericht herunterladen

Der Weg zu inklusiven Investitionen

Warum Investitionen von Frauen wichtig sind

Danksagung

BNY Mellon Investment Management: „Der Weg zu inklusiven Investieren“ basiert auf einer eingehenden Studie, die von BNY Mellon Investment Management in Auftrag gegeben und von BNY Mellon Investment Management und Man Bites Dog durchgeführt wurde. Die Studie wurde auch von Man Bites Dog und Coleman Parkes durchgeführt. Cerulli unterstützte die Studie durch die Bereitstellung von Daten über den Kleinanlegermarkt.

Man Bites Dog
Man Bites Dog ist ein preisgekröntes globales Beratungsunternehmen mit Sitz in Brighton, Großbritannien, das sich auf überzeugende Inhalte, Kampagnen und Kommunikation spezialisiert hat, um die Geschichten seiner Kunden zu erzählen.

Coleman Parkes
Coleman Parkes Research ist ein globaler B2B-Forschungsspezialist mit erstklassiger Erfahrung in allen Branchen und Märkten. Coleman Parkes Research hat sich zur Einhaltung des MRS-Verhaltenskodex (2010) verpflichtet, der auf den ESOMAR-Grundsätzen basiert.

Cerulli Associates
Seit fast 30 Jahren steht Cerulli an der Spitze der Finanzdienstleistungsbranche und liefert bahnbrechende globale Marktforschung durch die Nutzung von Daten.

Glossar – Schlüsselbegriffe

Sparen: Beim Sparen legen Sie Ihr Geld in Barmitteln an, z.B. auf einem Sparkonto bei einer Bank oder einer Bausparkasse. Im Vergleich zum Investieren bringt Sparen in der Regel eine geringere Rendite (d.h. Ihr Geld wächst nicht wirklich), aber das Sparen birgt praktisch kein Risiko (d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Geld verlieren, ist sehr gering).

Investieren: Beim Investieren werden bestimmte Vermögenswerte in der Erwartung ausgewählt, dass sie eine höhere Rendite abwerfen. Es geht dabei auch darum, Geld für die Zukunft anzulegen, aber in der Regel erwartet man eine höhere Rendite (d. h. der Wert des Geldes steigt) und geht dafür ein höheres Risiko ein (d. h. das Risiko, sein Geld zu verlieren, ist höher). Das Geld wird in der Regel in Aktien, Fonds oder Anleihen investiert, wobei Sie mehr oder weniger erhalten können als Sie ursprünglich investiert haben.

Impact Investing (Wirkungsorientiertes Investieren) steht für die Wirkung, die durch eine Investition erreicht werden soll. Diese Anlagestrategie zielt nicht nur darauf ab eine finanzielle Rendite zu bringen, sondern auch positive soziale und ökologische Auswirkungen zu haben. Wirkungsorientiertes Investieren kann über zahlreiche Anlageklassen erfolgen und bietet die Möglichkeit zu verschiedenen, konkreten Resultaten zu kommen. Der wesentliche Punkt in Bezug auf wirkungsorientiertes Investieren ist, dass Geld und Anlagekapital für positive soziale Ergebnisse eingesetzt werden.

Aktives Aktionärstum: definiert das Nutzen von Rechten als Eigentümer, um Aktivitäten oder Verhalten eines Unternehmens, in das investiert wird, zu beeinflussen.

Inflation: Inflation ist der Verlust der Kaufkraft einer Währung über Zeit. Eine quantitative Schätzung der Rate, zu der sich die Kaufkraft mindert, spiegelt sich in gesteigerten durchschnittlichen Preisniveaus eines Warenkorbes bestimmter Güter und Dienstleistungen in einer Wirtschaft über einen bestimmten Zeitraum wider. Der Anstieg des Preisniveaus wird oft in Prozent ausgedrückt und bedeutet, dass eine Währungseinheit effektiv weniger Wert hat, als es in vorherigen Perioden der Fall war.

ESG (Environmental, Social und Governance) Kriterien: Eine Reihe von Standards in Bezug auf die operativen Tätigkeiten eines Unternehmens, welche sozial bewusste Investoren nutzen, um potenzielle Investitionen zu prüfen.

Verweise

  1. Die 16 Märkte, die in die Studie einbezogen wurden, waren: Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Indien, Italien, Japan, die skandinavischen Länder (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden), Singapur, Spanien, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die USA. As at Q2 2020.
  2. As at Q2 2021. Alle Dollar Angaben in dieser Studie sind USD.
  3. Der Berechnung zu Grunde lagen Daten basierend auf der Research zu durchschnittlichen Investitionen von Frauen und Männern, um Unterschiede zu identifizieren. Anschließend nutzten wir Daten von Cerulli, um die Größen der Retail Investment Märkte in den verschiedenen Regionen im Rahmen der Studie zu berechnen und haben dann die Unterschiede zwischen den Investitionsvolumina von
    Frauen und Männern angewendet, um zu berechnen, wie viel mehr Geld angelegt werden könnte, wenn Frauen auf dem gleichen Niveau wie Männer anlegen würden. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die Anzahl weiblicher und männlicher Investoren gleich ist. Da es normalerweise mehr männliche Anleger als weibliche Anleger gibt, ist anzunehmen, dass dieser Betrag noch höher ausfallen kann als dargestellt, wie z.B. „mindestens“ USD 3,22 Billionen.
  4. Unsere Research bildet auch Daten ab bezogen auf die Anteile der Investitionen von  Frauen und Männern, die verantwortungsbewusst sind – z.B. Investitionen die als “positive Wirkung auf die Gesellschaft und den Planeten” oder zumindest die Vermeidung einer negative Wirkung. Der durchschnittliche Anteil von weiblichen Investitionen in verantwortungsbewussten Anlagen wurde anschließend auf die gesamten Investitionsvolumina angewandt, um den gesamten prozentualen Anteil der Investitionen, die als verantwortungsbewusst gelten, auszuweisen.
  5. Gilt für das Finanzjahr 2021-2022.
  6. Wechselkurs zwischen Pfund und Dollar vom 25. Oktober 2021.
  7. DQYDJ S&P 500 Periodic Reinvestment Calculator https://dqydj.com/sp-500-periodic-reinvestment-calculator-dividends
  8. Stand: Q2 2021. Alle Dollar Angaben in dieser Studie sind USD.

Der Wert von Investments kann sinken. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass Anleger den investierten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten.

Wichtige Informationen:

Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich bei den hierin enthaltenen Auffassungen und Meinungen um die des Autors.

Hierbei handelt es sich im aufsichtsrechtlichen Sinne weder um Investment-Research noch um eine Research-Empfehlung.

ID: 813150. Gültig bis : 31/12/2022